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Online-Kursplattform-Gebühren im Vergleich: Was bleibt dir wirklich?

Bei jedem Kursplattform-Vergleich springt ein Prozentsatz ins Auge. Was am Monatsende bei dir ankommt, steht selten daneben. Hier stehen die Gebühren von Digistore24, ablefy, CopeCart, Udemy und Teachable mit Stand 8. Oktober 2026, ein durchgerechnetes Beispiel und die ehrliche Antwort, was eine eigene WordPress-Kursplattform spart und was nicht.

Wer nach Kursplattform-Gebühren sucht, landet meist auf der Startseite eines Anbieters mit einem einzelnen, groß beworbenen Prozentsatz. Was dort selten steht: Die meisten Plattformen kombinieren mehrere Gebührenarten, und welche Kombination für dich günstiger ist, hängt an deinem Kurspreis und deiner Verkaufszahl. Deshalb zeigt dieser Vergleich die Rechenmechanik mit allen Annahmen, damit du sie auf deinen eigenen Kurs übertragen kannst.

Drei Gebührenmodelle, die sich in der Praxis mischen

So unterschiedlich die Anbieter wirken, technisch bauen fast alle auf denselben drei Bausteinen auf:

  • Provision je Verkauf (Prozent vom Umsatz): Ein Prozentsatz des Verkaufspreises geht an die Plattform. Steigt dein Umsatz, steigen die Gebühren mit, ohne Fixkosten im Voraus.
  • Fixbetrag je Verkauf: Ein fester Betrag pro Transaktion, meist zusätzlich zur Provision. Bei günstigen Kursen fällt er prozentual stärker ins Gewicht als bei teuren.
  • Monatliche Grundgebühr: Ein fester Betrag unabhängig vom Umsatz, gestaffelt nach Funktionen, Volumen oder, wie bei ablefy, nach der Zahl deiner Mitglieder. Bei wenigen Verkäufen wird sie pro Verkauf teuer.

Digistore24 und CopeCart setzen auf Provision plus Fixbetrag ohne Grundgebühr. ablefy und Teachable kombinieren eine Grundgebühr mit Gebühren je Zahlung. Udemy funktioniert nach einem eigenen Prinzip: einer Umsatzbeteiligung, die je nach Verkaufskanal drastisch schwankt.

Rechne es für deinen Kurs durch

Trag deinen Kurspreis und deine monatlichen Verkäufe ein und vergleiche live, was Digistore24, ablefy, CopeCart, Udemy und eine eigene WordPress-Plattform kosten. Jeder Satz lässt sich überschreiben.

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Was die Anbieter am 8. Oktober 2026 verlangen

Alle Sätze stammen von den offiziellen Seiten der Anbieter, abgerufen am 8. Oktober 2026. Die Quelle steht in jeder Zeile. Ausgehandelte Konditionen können abweichen.

PlattformModellSätze laut AnbieterRechnung und Umsatzsteuer
Digistore24Provision + Fixbetrag7,9 % des Bruttopreises + 1 € je Verkauf, ab 400 € Produktpreis verringerte Margen bis 2,9 %, keine Grundgebühr (Vendorenseite)Übernimmt Digistore24 als Wiederverkäufer
ablefy (ehem. elopage)Grundgebühr + Provision + FixbetragSell 27 € im Monat; Create & Sell mit Kursbereich 59 € bis 150 Mitglieder, 119 € bis 3.000, 229 € bis 10.000; je Zahlung 2,7 % + 0,50 €; Reseller-Modell zusätzlich 2,5 % + 1,00 € (Preisseite)Automatische Rechnungen + 0,4 %; im Reseller-Modell übernimmt ablefy Rechnung, Steuer und Mahnwesen
CopeCartProvision + Fixbetrag4,9 % + 1 € je Verkauf laut Vergleichstabelle, keine Grundgebühr genannt; neues Produkt COPE ab 2,9 % + 1 € für qualifizierte Early Adopters (Startseite)Übernimmt CopeCart laut Startseite als Merchant of Record
UdemyUmsatzbeteiligungDu erhältst 37 % bei Verkäufen über den Marktplatz und 97 % über deinen eigenen Gutschein- oder Empfehlungslink, jeweils vom Nettobetrag (Hilfeartikel)Für diesen Beitrag nicht geprüft
TeachableGrundgebühr, im Starter-Tarif plus ProvisionStarter 29 $ im Monat bei Jahreszahlung + 7,5 %; Builder 69 $ mit 0 %; dazu 3,9 % + 0,30 $ je Zahlung mit internationaler Karte (Preisseite)Steuerabwicklung bei Zahlung über Teachable Payments

Der Udemy-Wert wirkt unrealistisch, stimmt aber: Verkauft dein Kurs über den offenen Marktplatz, ohne dass du den Käufer über deinen eigenen Link bringst, behältst du 37 %. Und zwar vom Nettobetrag, also nach Steuern und Gebühren wie den 30 %, die Apple und Google bei App-Käufen nehmen. Bringst du den Käufer selbst, behältst du 97 %. Udemy ist damit beides zugleich: der teuerste und der günstigste Kanal, je nachdem, wer den Kunden geholt hat.

Rechenbeispiel: 100-€-Kurs, 50 Verkäufe im Monat

Die Annahmen, offen gelegt: ein Kurs zu 100 € Bruttopreis, 50 Verkäufe im Monat, also 5.000 € Umsatz, gleichbleibend über 36 Monate. Alle Käufer zahlen per Karte oder SEPA, es gibt keine Rückerstattungen. Der Kurszugang läuft nicht ab, alle Käufer bleiben also Mitglieder. Das zählt bei ablefy, weil dort laut Preisseite jede Person mit aktuellem Zugang als Mitglied gilt: Ab dem vierten Monat sind es mehr als 150, der Plan steigt von 59 auf 119 €. Für die eigene WordPress-Seite setzen wir 10 € Hosting im Monat an. Teachable rechnet in Dollar, einen Wechselkurs setzen wir nicht an, der Dollar-Anteil steht getrennt. Udemy rechnen wir vereinfacht vom Verkaufspreis statt vom Nettobetrag.

PlattformGebühren je MonatGesamt über 3 Jahre
Udemy, nur über deinen eigenen Link150 €5.400 €
Teachable Builder195 € + 84 $7.020 € + 3.024 $
ablefy Create & Sell279 € (Monat 1 bis 3: 219 €)9.864 €
CopeCart295 €10.620 €
Digistore24445 €16.020 €
ablefy im Reseller-Modell454 € (Monat 1 bis 3: 394 €)16.164 €
WordPress + MemberJet Free + Digistore24455 €16.380 €
Teachable Starter570 € + 44 $20.520 € + 1.584 $
Udemy, Marktplatz ohne eigenen Link3.150 €113.400 €

So entstehen die Zahlen. Digistore24: 7,9 % von 5.000 € sind 395 €, dazu 50 Mal 1 €. CopeCart: 4,9 % sind 245 €, dazu 50 €. ablefy: 2,7 % sind 135 €, dazu 50 Mal 0,50 €, also 160 € Zahlungsgebühren, plus der Plan; über drei Jahre sind das 5.760 € Gebühren und 4.104 € Plan (dreimal 59 €, 33 Mal 119 €). Im Reseller-Modell kommen 2,5 % und 1 € je Verkauf dazu, 175 € im Monat. Teachable Builder: 3,9 % Kartengebühr sind 195 €, dazu 50 Mal 0,30 $ und 69 $ Abo. Im Starter-Tarif kommen 7,5 % Transaktionsgebühr hinzu, 375 €, das Abo kostet 29 $. Die eigene WordPress-Seite zahlt die Digistore24-Sätze plus 10 € Hosting.

Was die Tabelle über die Modelle verrät

Erstens: Eine Grundgebühr ist nicht automatisch teurer. ablefy liegt trotz 119 € Plan vorn, weil 2,7 % + 0,50 € deutlich unter den 7,9 % + 1 € von Digistore24 liegen. Zweitens: Der Vergleich zwischen ablefy und Digistore24 ist nur dann fair, wenn beide dieselbe Arbeit übernehmen. Digistore24 tritt immer als Wiederverkäufer auf und kümmert sich um Rechnung und Steuer. Bei ablefy tut das erst das Reseller-Modell, und dann kosten beide fast genau gleich viel: 16.164 € gegen 16.020 €. Drittens: CopeCart nennt auf seiner Startseite beides zugleich, die Rolle als Merchant of Record und 4,9 % + 1 € je Verkauf. Wenn das für deinen Vertrag so gilt, ist CopeCart in diesem Beispiel unter den drei Wiederverkäufern der günstigste Weg, Rechnung und Umsatzsteuer abzugeben. Prüf es im Angebot, bevor du dich darauf verlässt.

Ehrlicher Hinweis: Die eigene WordPress-Plattform mit MemberJet steht in dieser Tabelle weit hinten, 6.516 € über ablefy und 5.760 € über CopeCart. Das ist kein Rechenfehler. MemberJet rechnet über Digistore24 ab, und dessen Marge liegt in diesem Beispiel weit über CopeCart und gleichauf mit ablefy im Reseller-Modell. Was die eigene Plattform dir stattdessen gibt, steht im nächsten Abschnitt.

Die eigene Plattform: WordPress + MemberJet ehrlich eingeordnet

Der Reflex bei solchen Tabellen lautet: „Dann baue ich mir eine eigene Plattform und spare alle Provisionen.“ Das stimmt nur zur Hälfte, und wir erzählen hier nicht nur die Hälfte, die uns gut passt.

Unser Plugin MemberJet gibt es in einer kostenlosen Fassung unter GPLv2. Kurse, Module, Drip-Content, Fortschritt und Mitgliederverwaltung laufen damit auf deiner eigenen WordPress-Seite, mit unbegrenzt vielen Kursen und Mitgliedern. Mit dieser Free-Fassung rechnet die Tabelle. MemberJet Pro kostet 149 € im Jahr für drei Websites und bringt Premium-Designs, PDF-Zertifikate und Quiz-Gating. Bezahlt wird über Digistore24, MemberJet bindet es nativ über eine signaturgeprüfte, idempotente IPN-Schnittstelle an, und Digistore24 nimmt dabei dieselben 7,9 % + 1 € wie bei direkter Nutzung. Andere Zahlungswege nennt die Produktseite nicht.

Was die eigene Plattform tatsächlich spart, sind drei Dinge. Es gibt keine Grundgebühr, die mit deinen Mitgliedern wächst: Bei ablefy kostet der Plan mit mehr als 3.000 Mitgliedern 229 € im Monat, bei MemberJet bleibt die Zahl offen. Kurs- und Mitgliederdaten liegen in deiner eigenen Datenbank statt beim Plattformanbieter, ganze Kurse lassen sich als JSON exportieren. Und du hängst nicht am Preismodell eines einzelnen Anbieters, wenn du später wechseln willst. Ob sich das in Euro rechnet, hängt an deinem Volumen, deiner Laufzeit und daran, wie viele Kurse du betreibst.

Wie die Anbindung technisch aussieht, zeigt die Anleitung WordPress-Mitgliederbereich mit Digistore24 einrichten. Einen Vergleich mit Coachy, memberspot und Kajabi findest du unter Elopage-Alternativen im Gebührenvergleich, die Teachable-Tarife Schritt für Schritt in Teachable-Alternative ohne Umsatzbeteiligung. Wer statt Digistore24 über Stripe abrechnen will, liest den Vergleich MemberPress-Alternative mit Drei-Jahres-Rechnung, dort schneidet ein Plugin mit Stripe deutlich günstiger ab.

Für wen sich welches Modell lohnt

Bei wenigen Verkäufen und einem einzelnen Kurs sind Provisionsmodelle ohne Grundgebühr wie Digistore24 oder CopeCart oft die bessere Wahl, weil in schwachen Monaten nichts anfällt. Bei stabilem Volumen rechnet sich eine Grundgebühr wie bei ablefy schnell, solange du Rechnung und Steuer selbst abwickeln kannst. Willst du beides abgeben, liegen die Wiederverkäufer-Modelle näher beieinander, als ihre Werbung vermuten lässt. Eine eigene Plattform mit WordPress und MemberJet lohnt sich, wenn du mehrere Kurse oder Mitgliedschaften betreibst, mit vielen Mitgliedern rechnest und deine Daten bei dir haben willst, nicht weil sie in jeder Rechnung die günstigste Zeile ist. Udemy taugt für Reichweite auf einem bestehenden Marktplatz und, mit eigenem Link, als günstiger Verkaufskanal für Käufer, die du ohnehin mitbringst.

Eigene Kursplattform statt wachsender Grundgebühr

MemberJet verbindet WordPress mit nativer Digistore24-Anbindung, Kursbereich und KI-Kurstools. Self-hosted, Free zum Anfangen, Pro für 149 € im Jahr.

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Rechne mit deinen eigenen Zahlen, nicht mit unseren

Welche Plattform am günstigsten ist, ändert sich, sobald du Kurspreis, Verkaufszahl oder Laufzeit änderst. Wichtiger als die Rangliste ist, welche der drei Gebührenmechaniken bei deinem Volumen greift und wer bei dir Rechnung und Steuer übernimmt. Trag deine Werte in den Plattform-Gebühren-Rechner ein und überschreib die Sätze mit denen aus der Tabelle oben oder aus deinem Vertrag. Wenn du beim Aufbau einer eigenen Kursplattform Unterstützung willst, findest du unsere Leistungen auf der Preisseite.

Häufige Fragen zu Kursplattform-Gebühren

Was ist der Unterschied zwischen Provisions-, Fixgebühren- und Abo-Modellen bei Kursplattformen?

Eine Provision ist ein Prozentsatz vom Verkaufspreis, der mit dem Umsatz mitwächst, ohne Fixkosten im Voraus. Eine Fixgebühr ist ein fester Betrag je Verkauf, der bei günstigen Kursen prozentual stärker ins Gewicht fällt als bei teuren. Eine Grundgebühr ist ein monatlicher Betrag unabhängig vom Umsatz, der sich bei vielen Verkäufen auf viele Transaktionen verteilt. Die meisten Plattformen kombinieren zwei dieser drei Mechaniken, deshalb hilft nur ein Rechenbeispiel beim Vergleich.

Was kostet ablefy im Monat?

ablefy kostet laut Preisseite 27 € im Monat im Plan Sell und ab 59 € im Monat im Plan Create & Sell mit Kursbereich, Stand 8. Oktober 2026. Create & Sell richtet sich nach der Mitgliederzahl: 59 € bis 150, 119 € bis 3.000, 229 € bis 10.000, ab 397 € ohne Obergrenze. Dazu kommen je erfolgreicher Zahlung 2,7 % + 0,50 €. Im Reseller-Modell, in dem ablefy Rechnung und Steuer übernimmt, kommen 2,5 % + 1,00 € je Verkauf hinzu.

Ist eine eigene Kursplattform mit WordPress immer günstiger als Digistore24, ablefy oder CopeCart?

Nein, in unserem Beispiel mit 100 € Kurspreis und 50 Verkäufen im Monat ist sie sogar eine der teureren Varianten. Über drei Jahre kosten ablefy 9.864 € und CopeCart 10.620 €, WordPress mit MemberJet und Digistore24 16.380 €, weil MemberJet über Digistore24 abrechnet. Der Vorteil der eigenen Plattform liegt in der Datenhoheit und darin, dass keine Grundgebühr mit der Mitgliederzahl wächst. Prüf mit deinen eigenen Zahlen im Rechner, was das für dich wert ist.

Wie viel kostet WordPress + MemberJet als Kursplattform wirklich?

Das Plugin selbst kostet in der Free-Fassung nichts, MemberJet Pro kostet 149 € im Jahr für drei Websites. Dazu kommen dein Hosting, im Rechner mit rund 10 € im Monat angesetzt, und die Gebühren von Digistore24 mit 7,9 % + 1 € je Verkauf. Eine Umsatzbeteiligung oder eine Grundgebühr je Mitglied nimmt MemberJet nicht. Bei 50 Verkäufen à 100 € sind das zusammen 455 € im Monat.

Was kostet Udemy im Vergleich zu Digistore24 oder ablefy?

Udemy ist je nach Verkaufskanal der teuerste oder der günstigste Weg: Bei Marktplatz-Verkäufen behältst du 37 % vom Nettobetrag, über deinen eigenen Gutschein- oder Empfehlungslink 97 %. Der Nettobetrag ist der Preis nach Steuern und Gebühren. Marktplatz-Verkäufe kosten dich damit deutlich mehr als Digistore24, ablefy oder CopeCart. Wer seine Käufer selbst mitbringt, zahlt bei Udemy dagegen nur 3 %.

Wie berechne ich die Gebühren für meinen eigenen Kurs?

Am schnellsten mit unserem Plattform-Gebühren-Rechner: Du trägst Kurspreis und monatliche Verkäufe ein und siehst, was Digistore24, ablefy, CopeCart, Udemy und eine eigene WordPress-Plattform kosten, inklusive Hochrechnung über drei Jahre. Jeden hinterlegten Satz kannst du überschreiben. Von Hand geht es auch: Umsatz mal Prozentsatz, plus Fixbetrag mal Zahl der Verkäufe, plus Grundgebühr.

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