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Online-Kursplattform-Gebühren im Vergleich: Was bleibt dir wirklich?

Bei jedem online kurs plattform Vergleich fällt schnell ein Satz oder eine Grundgebühr auf – aber selten ist auf den ersten Blick klar, was am Ende des Monats tatsächlich bei dir ankommt. Dieser Artikel zerlegt die drei Gebührenmodelle hinter Digistore24, ablefy, CopeCart und Udemy, rechnet ein konkretes Beispiel durch und ordnet ehrlich ein, was eine eigene WordPress-Kursplattform an Kosten wirklich spart – und was nicht.

Wer nach Kursplattform-Gebühren sucht, findet meist nur die Startseite eines Anbieters mit einem einzelnen, prominent beworbenen Prozentsatz. Was dort selten steht: die meisten Plattformen kombinieren mehrere Gebührenarten gleichzeitig, und welche Kombination für dich günstiger ist, hängt stark von deinem Kurspreis und deiner Verkaufszahl ab. Statt Marketing-Prozentsätzen zeigt dieser Artikel die tatsächliche Rechenmechanik – inklusive eines Beispiels, das du eins zu eins auf deinen eigenen Kurs übertragen kannst.

Drei Gebührenmodelle, die sich in der Praxis mischen

So unterschiedlich die Anbieter wirken, technisch bauen fast alle auf denselben drei Bausteinen auf:

  • Provision je Verkauf (Prozent vom Umsatz): Ein Prozentsatz des Verkaufspreises geht an die Plattform, unabhängig davon, wie viel oder wenig du verkaufst. Steigt dein Umsatz, steigen die Gebühren proportional mit – ohne Fixkosten im Voraus.
  • Fixgebühr je Verkauf: Ein fester Centbetrag pro Transaktion, meist zusätzlich zur Provision. Bei günstigen Kursen fällt dieser Fixbetrag prozentual stärker ins Gewicht als bei teuren.
  • Monatliche Abo-Grundgebühr: Ein fixer Betrag, den du unabhängig vom Umsatz zahlst, oft gestaffelt nach Funktionsumfang oder Verkaufsvolumen. Bei wenigen Verkäufen im Monat verteilt sich diese Grundgebühr auf entsprechend wenige Transaktionen – und wird pro Verkauf teuer.

Digistore24 und CopeCart setzen überwiegend auf Provision plus Fixgebühr ohne Grundgebühr. ablefy kombiniert eine monatliche Abo-Grundgebühr mit einer zusätzlichen, tarifabhängigen Provision. Udemy wiederum funktioniert nach einem vierten, eigenen Prinzip: einer Umsatzbeteiligung, die je nach Verkaufskanal drastisch variiert.

Rechne es für deinen Kurs durch

Trag deinen Kurspreis und deine monatlichen Verkäufe ein und vergleiche live, was Digistore24, ablefy, CopeCart, Udemy und eine eigene WordPress-Plattform tatsächlich kosten – mit editierbaren Sätzen.

Gebühren-Rechner öffnen

Was Digistore24, ablefy, CopeCart und Udemy aktuell verlangen

Die folgenden Sätze stammen aus unserem eigenen Gebühren-Rechner, Stand Juli 2026, und sind dort im Detail einsehbar und editierbar, falls sich Konditionen bei dir anders darstellen.

PlattformGebührenmodellSätze (Stand Juli 2026)
Digistore24Provision + Fixgebühr7,9 % + 1 € je Verkauf (ab 400 € Produktpreis sinkt der Satz auf 4,9 %)
ablefy (ehem. elopage)Abo + Provision + Fixgebührab 39 €/Monat Grundgebühr + 1–3,9 % + 0,50 € je Verkauf, je nach Tarif
CopeCartProvision + Fixgebühr4,9 % + 1 € je Verkauf, keine monatliche Grundgebühr
UdemyUmsatzbeteiligungbis zu 63 % Plattform-Anteil je Verkauf bei Marktplatz-Verkäufen ohne eigenen Coupon oder Link

Der Udemy-Wert wirkt auf den ersten Blick unrealistisch hoch, ist aber korrekt: Verkauft ein Kurs über den offenen Marktplatz, ohne dass der Kursersteller eigenen Traffic über einen persönlichen Coupon-Link einbringt, behält Udemy den Löwenanteil und der Instructor bekommt nur rund 37 % des Verkaufspreises. Wer eigene Reichweite mitbringt, kommt über eigene Links auf deutlich bessere Konditionen – aber genau diese Reichweite ist bei den anderen drei Plattformen ohnehin nötig, weshalb Udemy hier vor allem als Referenzpunkt dient, nicht als realistische Empfehlung für etablierte Kursanbieter.

Rechenbeispiel: 100-€-Kurs, 50 Verkäufe im Monat

Zahlen wirken abstrakt, solange sie nicht an einem konkreten Fall durchgerechnet sind. Nimm einen Kurs zu 100 € Verkaufspreis und 50 Verkäufe im Monat, macht 5.000 € Bruttoumsatz. So verteilen sich die Gebühren:

PlattformGebühren/MonatAuszahlung/Monat
ablefy259 €4.741 €
CopeCart295 €4.705 €
Digistore24445 €4.555 €
WordPress + MemberJet455 €4.545 €
Udemy3.150 €1.850 €

Auffällig: In diesem konkreten Beispiel liegt ablefy trotz Grundgebühr vorn, weil dessen Provisionssatz mit 3,9 % deutlich unter dem von Digistore24 mit 7,9 % liegt – die 39 € Grundgebühr wird bei 50 Verkäufen locker durch die niedrigere Provision ausgeglichen. Das räumt mit einer verbreiteten Annahme auf, dass eine Abo-Grundgebühr automatisch die teurere Option ist. Es kommt darauf an, wie hoch der jeweilige Prozentsatz ausfällt – und der unterscheidet sich zwischen den Anbietern erheblich.

Was auf 3 Jahre zusammenkommt

Kleine Prozentpunkte wirken auf einen Monat gerechnet harmlos. Multipliziert mit 36 Monaten, bei gleichbleibendem Umsatz ohne Wachstum, wird der Unterschied deutlich sichtbarer:

PlattformGesamtkosten über 3 Jahre
ablefy9.324 €
CopeCart10.620 €
Digistore2416.020 €
WordPress + MemberJet16.380 €
Udemy113.400 €
Ehrlicher Hinweis: Die Differenz zwischen der günstigsten (ablefy, 9.324 €) und der teuersten realistischen Option ohne Udemy (WordPress + MemberJet, 16.380 €) beträgt bei diesem Beispiel gut 7.000 € über 3 Jahre – zugunsten von ablefy, nicht der eigenen Plattform. Das ist bewusst kein Rechenfehler, sondern der Punkt dieses Artikels: Eine eigene Plattform ist nicht automatisch die günstigste Option in Euro, sie verschiebt die Rechnung nur an eine andere Stelle. Was sie dir gibt, ist im nächsten Abschnitt ehrlich erklärt.

Die eigene Plattform: WordPress + MemberJet ehrlich eingeordnet

Der naheliegende Reflex bei solchen Gebührentabellen lautet: „Dann baue ich mir eben eine eigene Plattform und spare mir alle Provisionen." Das stimmt nur zur Hälfte, und wir wollen hier nicht die Hälfte erzählen, die uns gerade gut ins Konzept passt.

Unser Plugin MemberJet ist kostenlos und GPLv2-lizenziert – Kurse, Module, Lektionen, Fortschritts-Tracking und Mitgliederverwaltung laufen direkt auf deiner eigenen WordPress-Seite, ohne Lizenzkosten. Was mit einer eigenen Plattform aber nicht verschwindet, sind zwei Kostenblöcke: Hosting für deine WordPress-Seite (in unserem Rechner mit rund 10 €/Monat als realistischem Richtwert angesetzt) und die Zahlungsabwicklung selbst. MemberJet bindet dafür Digistore24 nativ über eine signaturgeprüfte, idempotente IPN-Schnittstelle an – Digistore24 verlangt dabei weiterhin seine eigene Provision von 7,9 % plus 1 € je Verkauf, exakt dieselben Sätze wie bei einer direkten Nutzung.

Der eigentliche Vorteil einer eigenen Plattform ist deshalb nicht „günstiger in Euro pro Verkauf", sondern: keine zusätzliche Plattform-Provision, die sich zusätzlich zur Zahlungsabwicklung obendrauf legt, so wie es bei ablefy mit der Grundgebühr oder bei Udemy mit der Umsatzbeteiligung der Fall ist. Dazu kommt volle Datenhoheit über Mitglieder- und Kursdaten in der eigenen WordPress-Datenbank, keine Abhängigkeit von einem Drittanbieter-Preismodell und keine strukturelle Lock-in-Situation, wenn du später wechseln willst. Ob sich das für dich finanziell lohnt, hängt stark von deinem Kurspreis, deinem Verkaufsvolumen und der Anzahl deiner Kurse ab – deshalb lohnt sich der Blick in den Rechner mit deinen eigenen Zahlen, statt sich auf ein einzelnes Beispiel zu verlassen. Wie die technische Anbindung von Digistore24 an WordPress im Detail aussieht, zeigt unsere Anleitung WordPress-Mitgliederbereich mit Digistore24 einrichten, und einen ausführlicheren Vergleich der eigenen Plattform gegenüber ablefy als All-in-one-Lösung findest du in Elopage-Alternative für WordPress.

Für wen sich welches Modell lohnt

Bei niedrigem oder mittlerem Verkaufsvolumen und einem einzelnen Kurs kann eine Provisionslösung ohne Grundgebühr wie Digistore24 oder CopeCart sinnvoll sein, weil keine Fixkosten anfallen, wenn gerade wenig verkauft wird. Bei stabil hohem Volumen kann sich eine Abo-Grundgebühr wie bei ablefy lohnen, sobald der niedrigere Provisionssatz die Fixkosten übersteigt – wie unser Rechenbeispiel zeigt, kann das schon bei überschaubaren Verkaufszahlen der Fall sein. Eine eigene Plattform mit WordPress und MemberJet wird vor allem dann interessant, wenn du mehrere Kurse oder Mitgliedschaften parallel betreibst, langfristig planst und Wert auf eigene Datenhoheit sowie Unabhängigkeit von einem einzelnen Plattform-Anbieter legst – nicht in erster Linie, weil sie in jedem Rechenbeispiel die günstigste Zeile ist. Udemy eignet sich vor allem für Reichweite und Sichtbarkeit auf einem bestehenden Marktplatz, weniger als dauerhafte Haupteinnahmequelle bei eigenständiger Vermarktung.

Eigene Kursplattform statt SaaS-Provisionen

MemberJet verbindet WordPress mit nativer Digistore24-Anbindung, moderner Kurs-UX und KI-Kurstools – self-hosted, kostenlos und ohne SaaS-Abhängigkeit.

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Fazit: Rechne mit deinen eigenen Zahlen, nicht mit unseren

Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Vergleich ist nicht, welche Plattform pauschal am günstigsten ist – das ändert sich, sobald du deinen Kurspreis oder deine Verkaufszahl änderst. Wichtiger ist zu verstehen, welche der drei Gebührenmechaniken bei deinem konkreten Volumen zu welchem Ergebnis führt, und dass eine eigene Plattform dir vor allem Unabhängigkeit und Datenhoheit gibt, nicht automatisch den niedrigsten Eurobetrag. Trag deine eigenen Zahlen in unseren Plattform-Gebühren-Rechner ein, um zu sehen, wie sich die Rechnung für deinen konkreten Kurs darstellt. Und falls du beim Aufbau einer eigenen WordPress-Kursplattform Unterstützung brauchst, wirf einen Blick auf unsere Preise.

Häufige Fragen zu Kursplattform-Gebühren

Was ist der Unterschied zwischen Provisions-, Fixgebühren- und Abo-Modellen bei Kursplattformen?

Eine Provision ist ein Prozentsatz vom Verkaufspreis, der mit dem Umsatz mitwächst, ohne Fixkosten im Voraus. Eine Fixgebühr ist ein fester Centbetrag je Verkauf, der bei günstigen Kursen prozentual stärker ins Gewicht fällt als bei teuren. Eine Abo-Grundgebühr ist ein monatlicher Fixbetrag unabhängig vom Umsatz, der sich bei vielen Verkäufen auf entsprechend viele Transaktionen verteilt und dadurch günstiger wird. Die meisten Plattformen kombinieren zwei dieser drei Mechaniken, was einen direkten Vergleich ohne konkretes Rechenbeispiel erschwert.

Ist eine eigene Kursplattform mit WordPress immer günstiger als Digistore24, ablefy oder CopeCart?

Nein, das ist eine der zentralen ehrlichen Erkenntnisse dieses Vergleichs. In unserem Rechenbeispiel mit 100 € Kurspreis und 50 Verkäufen im Monat liegt ablefy über 3 Jahre gerechnet sogar günstiger als eine eigene WordPress-Plattform mit MemberJet, weil dessen niedrigerer Provisionssatz die Grundgebühr bei diesem Volumen mehr als ausgleicht. Der Vorteil einer eigenen Plattform liegt weniger im niedrigsten Eurobetrag, sondern in Datenhoheit, Unabhängigkeit und dem Wegfall einer zusätzlichen Plattform-Provision obendrauf zur Zahlungsabwicklung. Ob sich das für dich finanziell lohnt, solltest du mit deinen eigenen Zahlen im Rechner prüfen.

Wie viel kostet WordPress + MemberJet als Kursplattform wirklich?

MemberJet selbst ist kostenlos und GPLv2-lizenziert, es fallen keine Plugin- oder Lizenzkosten an. Trotzdem bleiben zwei Kostenblöcke bestehen: das WordPress-Hosting, das wir in unserem Rechner mit rund 10 € im Monat als Richtwert ansetzen, und die Zahlungsabwicklung über Digistore24 mit unveränderten 7,9 % plus 1 € je Verkauf. Der Unterschied zu einer All-in-one-Plattform ist also nicht der Wegfall dieser Kosten, sondern der Wegfall einer zusätzlichen, separaten Plattform-Provision, die bei anderen Anbietern zusätzlich zur Zahlungsabwicklung anfällt.

Was kostet Udemy im Vergleich zu Digistore24 oder ablefy?

Bei Marktplatz-Verkäufen ohne eigenen Coupon-Link behält Udemy bis zu 63 % des Verkaufspreises, der Kursersteller erhält nur rund 37 %. Das liegt weit über den Sätzen von Digistore24, ablefy oder CopeCart, die alle im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegen. Der Grund ist ein anderes Geschäftsmodell: Udemy bringt eigenen Traffic und eigene Kunden über den Marktplatz mit, wofür ein entsprechend hoher Anteil verlangt wird. Für Kursersteller mit eigener Reichweite ist das in der Regel die teuerste der hier verglichenen Optionen.

Wie berechne ich die Gebühren für meinen eigenen Kurs?

Am schnellsten mit unserem kostenlosen Plattform-Gebühren-Rechner: Du trägst deinen Kurspreis und deine monatlichen Verkäufe ein und siehst live, was Digistore24, ablefy, CopeCart, Udemy und eine eigene WordPress-Plattform bei genau diesen Werten kosten, inklusive Hochrechnung über 3 Jahre. Die hinterlegten Sätze lassen sich zudem manuell anpassen, falls sich deine individuellen Konditionen von den Standardwerten unterscheiden.

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