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Cookie-Consent-Plugins für WordPress: DSGVO-Vergleich 2026

Welches Cookie-Consent-Plugin für WordPress hält wirklich, was die DSGVO verlangt? Ein ehrlicher Vergleich von Borlabs Cookie, Real Cookie Banner, Complianz, Cookiebot und CookieYes, plus was ein gutes Plugin technisch können muss.

Ein Cookie-Consent-Plugin für WordPress gehört inzwischen zur Grundausstattung fast jeder Website, die Werbung, Analyse-Tools oder eingebettete Drittinhalte nutzt. Im Beitrag AdSense in WordPress DSGVO-konform einbauen ging es um die DSGVO-Grundlagen rund um Werbung ganz allgemein. Hier geht es eine Ebene tiefer, um das Werkzeug, das Einwilligung überhaupt einholt, dokumentiert und technisch durchsetzt. Wir vergleichen die bekanntesten Cookie-Consent-Plugins für WordPress ehrlich, mit Stärken, Schwächen und Preisen, klären die Rechtslage kompakt und zeigen, warum Google Consent Mode v2 inzwischen für AdSense und Analytics kaum noch verhandelbar ist.

DSGVO, TDDDG und die Einwilligung vor dem Laden: die Rechtslage kompakt

Kurz vorweg: Das hier ist keine Rechtsberatung, sondern eine praktische Orientierung. Im Zweifel klärst du die Details mit einer fachkundigen Person oder deiner Datenschutzbeauftragten. Zwei Gesetze bilden die Grundlage für Cookie-Consent in Deutschland. Die DSGVO verlangt für die Verarbeitung personenbezogener Daten grundsätzlich eine Rechtsgrundlage, bei nicht notwendigen Cookies meist die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Das TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, der Nachfolger des früheren TTDSG) geht in § 25 noch weiter: Wer Informationen auf dem Endgerät eines Nutzers speichert oder darauf zugreift, braucht dafür grundsätzlich eine Einwilligung, unabhängig davon, ob dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden. Technisch notwendige Cookies, etwa für den Warenkorb oder die Spracheinstellung, sind davon ausgenommen.

Entscheidend ist der Zeitpunkt: Die Einwilligung muss vor dem Laden der einwilligungspflichtigen Technologie eingeholt werden, nicht danach. Ein Cookie-Banner, das nur optisch über der Seite liegt, während im Hintergrund längst Skripte laufen, erfüllt diese Anforderung nicht. Ebenso wichtig: Ablehnen muss genauso leicht sein wie Zustimmen. Ein großer, farbiger „Akzeptieren"-Button neben einem versteckten „Einstellungen"-Link, hinter dem sich das Ablehnen erst nach mehreren Klicks verbirgt, gilt in der Praxis vieler Aufsichtsbehörden inzwischen als unzulässiges Dark Pattern.

Google Consent Mode v2: die neue Pflicht für AdSense und Analytics

Seit März 2024 verlangt Google für Websites mit Besuchern aus dem EWR den Einsatz von Consent Mode v2, sobald Dienste wie Google Ads, AdSense-Remarketing, Google Analytics oder Floodlight-Tags zum Einsatz kommen. Ohne Consent Mode drohen eingeschränkte Messdaten, schwächeres Remarketing und im schlimmsten Fall Einschränkungen im Google-Ads- oder AdSense-Konto.

Technisch signalisiert Consent Mode v2 vier Zustände an Googles Tags: ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization. Solange keine Einwilligung vorliegt, arbeiten die Tags im sogenannten Basic- oder Advanced-Modus mit reduzierten, teils modellierten Daten, statt gar nichts zu übermitteln. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen bei Cookie-Consent-Plugins: Nicht jedes Tool integriert Consent Mode v2 automatisch. Achte bei der Auswahl gezielt darauf, ob dein Kandidat Consent Mode v2 nativ unterstützt, denn das nachträglich per Hand einzubauen ist deutlich aufwendiger, als eine eingebaute Funktion zu aktivieren.

Kurz erklärt: Der „Basic"-Modus in Consent Mode v2 lädt Google-Tags erst nach Einwilligung, ähnlich wie klassisches Consent-Gating. Der „Advanced"-Modus lädt die Tags bereits vorher, sendet aber ohne Einwilligung nur anonymisierte, teils modellierte Signale statt Cookies. Die meisten der unten verglichenen Plugins unterstützen inzwischen beide Varianten.

Was ein gutes Cookie-Consent-Plugin für WordPress können muss

Ob ein Cookie-Consent-Plugin für WordPress wirklich hält, was es verspricht, zeigt sich nicht am hübschen Banner, sondern an ein paar technischen Details, die viele Website-Betreiber erst bemerken, wenn eine Abmahnung oder eine Nachfrage der Aufsichtsbehörde ins Haus flattert.

  • Blockiert Skripte technisch: Google Analytics, AdSense, YouTube-Embeds & Co. dürfen erst nach Zustimmung laden, nicht schon parallel im Hintergrund, während der Banner noch offen ist.
  • Ablehnen genauso leicht wie Zustimmen: ein gleichwertiger Button auf der ersten Ebene, ohne versteckte Umwege über mehrere Untermenüs.
  • Widerruf jederzeit möglich: ein dauerhaft erreichbarer Link oder ein kleines Icon, über das Besucher ihre Einwilligung später ändern oder zurückziehen können.
  • Protokollierung der Einwilligung: ein Nachweis mit Zeitstempel und gewählten Kategorien, falls du die Einwilligung im Streitfall belegen musst.
  • Granulare Kategorien statt Alles-oder-nichts: mindestens notwendig, funktional, Statistik und Marketing getrennt wählbar.
  • Consent Mode v2 nativ unterstützt: ohne dass du selbst Code ergänzen musst, um AdSense und Analytics sauber anzubinden.

Cookie-Consent-Plugins für WordPress im Vergleich

Fünf Plugins tauchen in fast jeder Empfehlungsliste für WordPress auf: Borlabs Cookie, Real Cookie Banner, Complianz, Cookiebot und CookieYes. Alle fünf erfüllen die Grundanforderungen aus dem vorigen Abschnitt, unterscheiden sich aber deutlich in Preis, Bedienung und Zielgruppe. Preise ändern sich erfahrungsgemäß häufiger als Funktionsumfänge, prüfe die aktuellen Tarife deshalb direkt beim jeweiligen Anbieter, bevor du dich entscheidest.

 Kostenlose VersionPreismodellBesonderheitAm besten für
Borlabs CookieNein, nur TestphaseEinmalzahlung pro Website, optionale VerlängerungSehr granulare Skript-Blocker-Vorlagen, TCF-2.2-SupportAgenturen & Shops mit komplexem Skript-Mix
Real Cookie Banner✓ solide BasisAbo, gestaffelt nach Diensten & DomainsAutomatischer Dienste-Scanner, deutsches BedienkonzeptWer kostenlos startet und bei Bedarf aufstockt
Complianz✓ umfangreichFreemium, Premium als Abo oder EinmalkaufAutomatische Geo-IP-RegionserkennungInternationale Seiten mit Besuchern aus mehreren Ländern
Cookiebot✓ für kleine SeitenAbo, gestaffelt nach PageviewsAutomatischer Cookie-Scan der ganzen DomainGrößere/Unternehmensseiten mit CMP-Bedarf
CookieYes✓ großzügigAbo, meist günstiger als CookiebotSchnelle, einfache EinrichtungKleinere Seiten mit begrenztem Budget

Borlabs Cookie

Borlabs Cookie kommt aus Deutschland und gilt in Agenturkreisen als eine der präzisesten Lösungen: vorgefertigte Blocker-Vorlagen für Dutzende Dienste, sauberes TCF-2.2-Handling und eine Oberfläche, die tief in WordPress integriert ist. Der Haken: Es gibt keine dauerhaft kostenlose Version, du zahlst pro Website, und wer viele Domains betreut, sieht die Kosten entsprechend wachsen.

Real Cookie Banner (devowl.io)

Real Cookie Banner, ebenfalls aus Deutschland, bietet bereits in der kostenlosen Version über WordPress.org solide Grundfunktionen samt automatischem Scanner, der eingebundene Dienste erkennt. Das macht den Einstieg günstig. Fortgeschrittene Integrationen und mehr Domains verschieben dich aber schnell in die kostenpflichtigen Abo-Stufen.

Complianz

Complianz aus den Niederlanden punktet mit einer ungewöhnlich umfangreichen kostenlosen Version und einer automatischen Geo-IP-Erkennung, die je nach Besucherland unterschiedliche Rechtsgrundlagen und Banner-Varianten anzeigt, praktisch für international ausgerichtete Shops. Dafür wirkt die Oberfläche insgesamt etwas dashboard-lastiger als bei den schlankeren WordPress-nativen Alternativen.

Cookiebot (Usercentrics)

Cookiebot scannt automatisch die komplette Domain nach eingesetzten Cookies und Trackern und bietet eine sehr breite Sprachauswahl, ein Grund, warum es häufig bei internationalen Unternehmensseiten landet. Die Kehrseite: Der Preis richtet sich nach der Zahl der Pageviews und kann bei reichweitenstarken Blogs oder Shops spürbar steigen.

CookieYes

CookieYes ist schnell eingerichtet, bietet eine großzügige kostenlose Stufe und liegt preislich meist unter Cookiebot. Im Gegenzug sind die WordPress-spezifischen Integrationen und Gestaltungsoptionen in der kostenlosen Version etwas eingeschränkter als bei Borlabs Cookie oder Real Cookie Banner. Für kleinere Seiten mit überschaubarem Budget bleibt es trotzdem eine faire Wahl.

Consent direkt im Ad-Plugin: Adjet bekommt einen integrierten Consent-Banner

Wer mit Adjet Anzeigen ausspielt, kommt am Consent-Thema ohnehin nicht vorbei, denn AdSense und die meisten anderen Werbenetzwerke setzen personalisierte Cookies. Deshalb arbeiten wir aktuell an einem eigenen Consent-Banner direkt in Adjet. Wichtig zu wissen: Dieses Feature ist zum jetzigen Zeitpunkt noch in Planung und noch nicht verfügbar, es ist keine Funktion, die du heute schon nutzen kannst.

Die Idee dahinter ist einfach: Consent-Banner-Vorlagen sollen direkt in Adjet integriert werden, du wählst dabei deine eigenen Datenschutzbestimmungen aus, und Anzeigen laden erst nach erteilter Einwilligung, gekoppelt an dieselbe Logik, die das Consent-Cookie-Gating in Adjet schon heute mitbringt. Wer sowieso Anzeigen ausspielt, braucht ohnehin Consent-Management, warum also zwei separate Plugins mit zwei Kategorien-Systemen parallel pflegen, wenn sich das an einer Stelle bündeln lässt.

Bis dieses Feature startklar ist, empfiehlt sich weiterhin eines der oben verglichenen dedizierten Consent-Plugins in Kombination mit dem Consent-Cookie-Gating, das Adjet schon heute für gängige Consent-Tools bereitstellt. Ausführlicher zur technischen Einbindung von Anzeigen selbst geht es im Beitrag Google AdSense in WordPress einbinden. Willst du benachrichtigt werden, sobald der Consent-Banner in Adjet verfügbar ist? Auf der Adjet-Produktseite findest du unseren Kontakt, über den wir dich informieren. Und wenn du gerade über den Wechsel von einem anderen Werbe-Plugin nachdenkst, lohnt sich zusätzlich ein Blick in unseren Beitrag Ad Inserter Alternative.

Fazit: kein Banner um des Banners willen

Ein Cookie-Consent-Plugin für WordPress ist mehr als eine hübsche Pflicht-Fläche unten auf der Seite. Es muss Skripte technisch blockieren, Ablehnen genauso leicht machen wie Zustimmen, Widerruf erlauben, die Einwilligung protokollieren und im Idealfall Google Consent Mode v2 gleich mitbringen. Ob Borlabs Cookie, Real Cookie Banner, Complianz, Cookiebot oder CookieYes am besten zu dir passt, hängt vor allem von Budget, Website-Größe und davon ab, ob du international denkst oder eine einzelne deutsche Website betreust. Alle fünf sind seriöse, etablierte Lösungen, keine davon ist grundsätzlich falsch. Und wer Anzeigen mit Adjet ausspielt, darf sich schon jetzt auf einen eigenen, integrierten Consent-Banner freuen, auch wenn es bis dahin noch dauert. Mehr zu den Preisen unserer Plugins, inklusive Adjet, findest du auf unserer Preisseite. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung; kläre individuelle Fragen im Zweifel mit einer fachkundigen Person.

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Häufige Fragen zu Cookie-Consent-Plugins und der DSGVO

Ist ein Cookie-Banner immer Pflicht?

Nein, ein Cookie-Banner ist nicht in jedem Fall Pflicht. Werden ausschließlich technisch notwendige Cookies eingesetzt, etwa für Warenkorb, Login oder Spracheinstellung, brauchst du keinen Consent-Banner. Sobald aber Analyse-, Marketing- oder eingebettete Drittanbieter-Dienste wie AdSense, Google Analytics oder YouTube-Embeds zum Einsatz kommen, ist nach DSGVO und TDDDG in der Regel eine vorherige Einwilligung erforderlich. Wichtig dabei: Die Zustimmung muss vor dem Laden der Technologie eingeholt werden, nicht erst danach.

Was ist Google Consent Mode v2?

Google Consent Mode v2 ist ein Standard, über den Websites Google-Tags wie AdSense, Analytics oder Google Ads mitteilen, ob und in welchem Umfang eine Einwilligung vorliegt. Seit März 2024 setzt Google ihn für Werbe- und Messdienste im EWR praktisch voraus. Ohne Consent Mode drohen eingeschränkte, teils modellierte Messdaten, schwächeres Remarketing und im schlimmsten Fall Einschränkungen im Google-Ads- oder AdSense-Konto. Nicht jedes Cookie-Consent-Plugin unterstützt ihn automatisch, das solltest du bei der Auswahl gezielt prüfen.

Reicht ein kostenloses Cookie-Consent-Plugin aus?

Für viele kleinere Websites reicht ein kostenloses Cookie-Consent-Plugin aus, etwa Real Cookie Banner, Complianz oder CookieYes in der jeweiligen Free-Version, die alle solide Grundfunktionen mitbringen. Bei komplexem Skript-Mix, mehreren betreuten Domains oder internationalem Publikum lohnt sich dagegen oft der Blick auf eine kostenpflichtige Stufe mit mehr Automatisierung, etwa automatischem Dienste-Scan oder Geo-IP-Erkennung. Borlabs Cookie bietet als einziges der fünf verglichenen Plugins gar keine dauerhaft kostenlose Version an.

Was passiert, wenn ich kein Consent-Tool nutze, aber Cookies setze?

Ohne gültige Einwilligung verstößt das Setzen einwilligungspflichtiger Cookies gegen TDDDG und DSGVO, unabhängig davon, ob dabei personenbezogene Daten verarbeitet werden. Das kann Abmahnungen, Bußgelder oder Beanstandungen durch Aufsichtsbehörden nach sich ziehen. Wie hoch das Risiko im Einzelfall ausfällt, hängt von Umfang und Art der eingesetzten Technologien ab, etwa ob nur ein einzelnes Analyse-Tool oder mehrere Werbenetzwerke ohne Einwilligung laufen. Technisch notwendige Cookies, etwa für Warenkorb oder Login, sind von dieser Pflicht ausgenommen.

Bekommt Adjet einen eigenen Consent-Banner?

Ja, ein eigener Consent-Banner für Adjet ist in Planung, zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht verfügbar. Die Idee dahinter: Consent-Banner-Vorlagen sollen direkt in Adjet integriert werden, du wählst deine eigenen Datenschutzbestimmungen aus, und Anzeigen laden erst nach erteilter Einwilligung. Bis dieses Feature startklar ist, arbeitet das bestehende Consent-Cookie-Gating in Adjet weiterhin mit gängigen externen Consent-Tools zusammen. Wer benachrichtigt werden möchte, sobald der Banner verfügbar ist, findet auf der Adjet-Produktseite den passenden Kontakt.

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