Online-Kurs in WordPress erstellen und verkaufen
Vom Thema zum verkaufsfertigen Kurs: Struktur, Inhalte, Verkauf über Digistore24 und KI-Tools, die dir viel Handarbeit abnehmen.
Du hast Wissen, das anderen weiterhilft, und willst es als Online-Kurs anbieten, statt jede Frage einzeln zu beantworten. Die gute Nachricht: Du brauchst dafür keine teure externe Kursplattform. Wenn deine Website ohnehin auf WordPress läuft, kannst du deinen Kurs direkt dort aufbauen, hosten und verkaufen. Alles bleibt bei dir, du zahlst keine monatlichen Plattformgebühren und du behältst die Kontrolle über Design, Daten und Preise.
In diesem Beitrag gehst du Schritt für Schritt vom Thema zum verkaufsfertigen Kurs: Wie du deinen Stoff sinnvoll strukturierst, wie du Inhalte und Quizze erstellst, wie du den Verkauf und die automatische Freischaltung regelst und wie dir KI dabei einen großen Teil der Fleißarbeit abnimmt.
Warum ein Online-Kurs auf WordPress erstellen?
Externe Kursplattformen sind bequem, aber sie kosten laufend Geld, gehören dir nicht und zwingen dich in ihr Design. Wenn du deinen Online-Kurs in WordPress erstellen willst, drehst du dieses Verhältnis um: Deine Inhalte liegen auf deinem eigenen Server (self-hosted), du bist an keine Plattform gebunden und dein Kurs sieht aus wie deine Marke, nicht wie ein Baukasten.
Für die Umsetzung nutzt du in diesem Beitrag MemberJet, ein Mitglieder- und Kurs-Plugin für WordPress. Wie es sich gegen die etablierten Kurs-Plugins schlägt, zeigt der Beitrag LearnDash-Alternative. Es ist self-hosted und unter der GPLv2 lizenziert, deine Kursdaten bleiben also vollständig bei dir. Ganze Kurse kannst du außerdem als JSON importieren und exportieren, zum Beispiel um sie zu sichern oder zwischen zwei Websites umzuziehen.
Schritt 1: Den Kurs strukturieren (Module und Lektionen)
Bevor du auch nur eine Zeile Kursinhalt schreibst, gehört die Struktur festgelegt. Ein Kurs besteht aus Modulen, und jedes Modul enthält mehrere Lektionen. Module sind die großen Kapitel, Lektionen die einzelnen Lerneinheiten darin.
Ein bewährter Weg: Schreib zuerst das Kursziel in einem Satz auf („Nach diesem Kurs kann der Teilnehmer X"). Danach zerlegst du dieses Ziel in drei bis sechs Etappen, das sind deine Module. Jede Etappe zerlegst du wiederum in kleine, abgeschlossene Lektionen, die jeweils nur eine Sache vermitteln.
- Halte Lektionen kurz und fokussiert, eine Lektion, ein Lernpunkt.
- Ordne Module nach Lernlogik, nicht nach deiner Erstell-Reihenfolge.
- Starte mit einem schnellen Erfolgserlebnis, das hält Teilnehmer bei der Stange.
Schritt 2: Inhalte erstellen (Text, Video und Quizze)
Steht das Gerüst, füllst du die Lektionen. In MemberJet kombinierst du dabei Text und Video: Du schreibst Erklärungen direkt in die Lektion und bettest deine Videos ein. So entstehen Lektionen, die man lesen, ansehen oder beides kann, je nach Lerntyp deiner Teilnehmer.
Damit Wissen auch hängen bleibt, ergänzt du Quizze. In MemberJet kannst du zu jeder Frage eine Erklärung hinterlegen, die nach der Antwort erscheint. Das ist wichtiger, als es klingt: Ein Quiz, das nur „richtig" oder „falsch" sagt, prüft ab. Ein Quiz mit Erklärung lehrt. Nutze die Erklärungsfelder, um Missverständnisse aufzuklären und die Kernaussage der Lektion zu wiederholen.
Drip-Content sinnvoll einsetzen
Du musst nicht den kompletten Kurs sofort freigeben. Mit Drip-Content schaltest du Lektionen zeitversetzt frei: Eine Lektion wird zum Beispiel erst eine bestimmte Anzahl Tage nach dem Zugang eines Teilnehmers sichtbar. So gibst du ein Lerntempo vor, verhinderst, dass jemand alles überfliegt und wieder vergisst, und hältst die Teilnehmer über Wochen aktiv.
Setze Drip mit Augenmaß ein. Ein wöchentlicher Rhythmus passt zu vielen Kursen, weil er den Teilnehmern Zeit zum Umsetzen lässt, ohne den Fortschritt abzuwürgen.
Schritt 3: Den Kurs verkaufen (Zahlung und automatische Freischaltung)
Ein fertiger Kurs bringt nichts, wenn der Verkauf hakt. Genau hier liegt oft die größte Hürde: Zahlung entgegennehmen, prüfen, wer bezahlt hat, und dann von Hand freischalten, das ist fehleranfällig und frisst Zeit.
MemberJet bringt eine native Digistore24-Anbindung mit. Kauft jemand deinen Kurs über Digistore24, wird der Zugang automatisch freigeschaltet, ohne dass du eingreifen musst. Der Teilnehmer zahlt, bekommt seinen Zugang und startet, während du schläfst. Digistore24 übernimmt dabei die Zahlungsabwicklung, sodass du dich nicht selbst um die Zahlungslogik kümmern musst.
Wie du das technische Setup zwischen Mitgliederbereich und Digistore24 aufsetzt, zeigt dir der verwandte Beitrag WordPress-Mitgliederbereich mit Digistore24 verbinden im Detail.
Preismodelle: einmalig oder Abo
Beim Preis hast du grundsätzlich zwei Wege. Ein Einmalpreis passt zu abgeschlossenen Kursen mit klarem Ziel, der Teilnehmer zahlt einmal und hat dauerhaft Zugang. Ein Abo passt, wenn du laufend neue Inhalte, eine Community oder fortlaufende Betreuung anbietest, hier zahlt der Teilnehmer regelmäßig für dauerhaften Zugang. Welches Modell du wählst, hängt davon ab, ob dein Kurs ein Produkt oder ein fortlaufendes Angebot ist. Beides lässt sich über Digistore24 abbilden.
Schritt 4: Eine Learning-Experience, die Teilnehmer hält
Verkaufen ist die eine Hälfte, Teilnehmer halten die andere. Wer einen Kurs kauft und dann nach zwei Lektionen abbricht, kommt nicht wieder und empfiehlt dich auch nicht weiter. Drei Bausteine helfen dir, dass Teilnehmer dranbleiben.
Erstens der Fortschrittsbalken. Er zeigt jedem Teilnehmer sichtbar, wie weit er im Kurs gekommen ist. Dieses Gefühl von Fortschritt ist ein starker Motivator, ein zu 80 Prozent gefüllter Balken zieht förmlich dazu, den Rest auch noch zu schaffen.
Zweitens Diskussionen je Lektion. In MemberJet können Mitglieder unter jeder Lektion diskutieren, umgesetzt über die nativen WordPress-Kommentare, aber mitglieder-intern, also nur für zahlende Teilnehmer sichtbar. So entsteht Austausch genau dort, wo Fragen aufkommen, und aus einem einsamen Kurs wird ein gemeinsames Lernen.
Drittens das Design. MemberJet bringt drei Kurs-Designvorlagen mit, sodass dein Kurs nicht nach Standard-Plugin aussieht:
- Editorial mit Serifenschrift in Bordeaux, ruhig und hochwertig.
- Studio Minimal in Petrol, klar und reduziert.
- Verspielt in Koralle, freundlich und lebendig.
Wähle die Vorlage, die zu deiner Marke und deinem Publikum passt, ein Business-Kurs wirkt in Editorial anders als ein Kreativkurs in Verspielt.
Schritt 5: Zeit sparen mit KI
Der größte Zeitfresser beim Kursbau ist das Erstellen der Inhalte selbst. Hier setzen die KI-Kurstools von MemberJet an. Sie arbeiten mit Claude über deinen eigenen API-Schlüssel (BYOK, „bring your own key"), du nutzt also deinen eigenen Zugang und behältst die Kontrolle über Kosten und Daten.
Konkret kann die KI dir Kursentwürfe, einzelne Lektionen und Quizze erzeugen. Du gibst dein Thema und deine Ziele vor, und bekommst eine erste Struktur und ausformulierte Entwürfe, die du dann anpasst und mit deiner Erfahrung schärfst. Das ersetzt nicht dein Fachwissen, aber es nimmt dir die leere Seite und den Großteil der Fleißarbeit ab.
Für die Teilnehmer gibt es zusätzlich einen RAG-Tutor. Das ist ein KI-Assistent, der ausschließlich auf deinen Kursinhalten aufsetzt (grounded in den Kursinhalten). Fragt ein Teilnehmer etwas, antwortet der Tutor auf Basis deines Materials, statt frei zu fabulieren. So bekommen deine Teilnehmer rund um die Uhr Support, der zu deinem Kurs passt, und du wirst von immer gleichen Rückfragen entlastet.
Fazit: In fünf Schritten zum verkauften Kurs
Fassen wir zusammen: Du strukturierst deinen Stoff in Module und Lektionen, füllst ihn mit Text, Video und Quizzen mit Erklärungen, steuerst das Tempo über Drip-Content, verkaufst über die automatische Digistore24-Freischaltung und hältst Teilnehmer mit Fortschrittsbalken, Diskussionen und passendem Design. Die KI-Tools nehmen dir beim Erstellen viel Handarbeit ab, der RAG-Tutor entlastet dich im Support.
Das Schöne daran: Alles läuft auf deinem eigenen WordPress, self-hosted und unter GPLv2, deine Inhalte und Teilnehmerdaten bleiben bei dir. Wenn du deinen Online-Kurs in WordPress erstellen und ohne Umwege verkaufen willst, hast du damit alles beisammen, was du brauchst.
Bereit, deinen Kurs zu starten?
Erstelle Module, Lektionen und Quizze, schalte Käufe automatisch über Digistore24 frei und lass dir per KI beim Aufbau helfen, alles auf deinem eigenen WordPress.
Häufige Fragen zum Online-Kurs mit WordPress
Wie erstelle ich einen Online-Kurs in WordPress?
Du strukturierst deinen Stoff zunächst in drei bis sechs Module mit jeweils mehreren Lektionen, füllst sie mit Text, Video und Quizzen inklusive Antwort-Erklärungen und steuerst das Lerntempo optional über Drip-Content. Für den Verkauf nutzt du eine Zahlungsanbindung wie Digistore24 mit automatischer Freischaltung, und Teilnehmer hältst du mit Fortschrittsbalken, Diskussionen je Lektion und einer der drei Design-Vorlagen bei der Stange. Mit MemberJet läuft das alles self-hosted auf deinem eigenen WordPress, ganz ohne externe Kursplattform.
Ist MemberJet kostenlos?
Die Free-Version ist kostenlos, self-hosted und unter der GPLv2 lizenziert, du installierst sie also wie ein normales WordPress-Plugin auf deinem eigenen Server. Für erweiterte Anforderungen gibt es kostenpflichtige Stufen, MemberJet Pro liegt bei 149 Euro im Jahr für drei Websites. Was nicht anfällt, sind laufende Plattformgebühren oder eine Umsatzbeteiligung, wie du sie von externen Kursplattformen kennst; dazu kommen dein Hosting und der Zahlungsanbieter, etwa Digistore24. Nutzt du zusätzlich die KI-Kurstools, kommt noch dein eigener Claude-API-Schlüssel (BYOK) hinzu, dessen Kosten du selbst steuerst. Deine Kurs- und Teilnehmerdaten bleiben dabei vollständig bei dir.
Wie verkaufe ich einen Online-Kurs automatisch?
Über die native Digistore24-Anbindung von MemberJet. Kauft jemand deinen Kurs über Digistore24, wird der Zugang automatisch freigeschaltet, ohne dass du manuell eingreifen musst, auch nachts oder am Wochenende. Digistore24 übernimmt dabei die komplette Zahlungsabwicklung, du musst dich also nicht selbst um die Zahlungslogik kümmern. Du kannst deinen Kurs dabei entweder als Einmalpreis oder als Abo anbieten, je nachdem, ob es ein abgeschlossenes Produkt oder ein fortlaufendes Angebot ist.
Was ist Drip-Content und brauche ich es?
Drip-Content schaltet Lektionen zeitversetzt frei, statt den kompletten Kurs sofort zu zeigen, eine Lektion wird zum Beispiel erst eine bestimmte Anzahl Tage nach dem Zugang eines Teilnehmers sichtbar. Zwingend nötig ist es nicht, aber es gibt Teilnehmern ein Lerntempo vor und verhindert, dass sie alles überfliegen und wieder vergessen. Ein wöchentlicher Rhythmus passt zu vielen Kursen, weil er Zeit zum Umsetzen lässt, ohne den Fortschritt abzuwürgen. Ein bewährter Kompromiss: die erste Lektion jedes Moduls sofort freigeben und erst die folgenden dripen.
Kann KI beim Erstellen von Kursinhalten helfen?
Ja. Die KI-Kurstools von MemberJet arbeiten mit Claude über deinen eigenen API-Schlüssel (BYOK), sodass du die Kontrolle über Kosten und Daten behältst. Du gibst dein Thema und deine Ziele vor und bekommst Kursentwürfe, einzelne Lektionen und Quizze, die du danach mit deiner eigenen Erfahrung anpasst und schärfst. Das ersetzt nicht dein Fachwissen, nimmt dir aber die leere Seite und einen Großteil der Fleißarbeit ab. Für Teilnehmer gibt es zusätzlich einen RAG-Tutor, der Fragen ausschließlich auf Basis deiner Kursinhalte beantwortet, statt frei zu fabulieren.